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Der Wiener G’spritzte – Ein Glas Stadtgeschichte

Aktualisiert: 9. Dez. 2025


Es gibt Getränke, die erzählen etwas über den Ort, an dem man gerade sitzt. In Wien ist das der G’spritzte. Ein schlichtes Glas, das sich nicht wichtig macht und gerade deswegen zum Symbol dieser Stadt geworden ist. Er verlangt keine Aufmerksamkeit, keine Bühne. Und doch ist er immer dort, wo Wien am ehrlichsten ist: im Wirtshaus, beim Heurigen, am Stammtisch, bei der Jause – oder bei der Mitzitant, wo der Spritzer längst einen eigenen Charakter hat.


© Unsplash
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Wie der Spritzer entstand und warum er nur mit dem richtigen Wein funktioniert


Der G’spritzte hat seine Wurzeln in einem sehr einfachen Bedürfnis: länger zusammensitzen zu können. Als die Menschen begannen, ihren Wein mit Wasser zu mischen, ging es nicht um Sparsamkeit, sondern um Geselligkeit. Der Wein wurde leichter, der Kopf blieb klarer und das Gespräch konnte weitergehen. Dabei ist der Spritzer nie stehen geblieben. Über Generationen hinweg wurde er verfeinert, angepasst, perfektioniert – bis er zu jenem Wiener Signature-Getränk wurde, das heute fast so selbstverständlich ist wie das „Grüß Gott“ beim Eintreten.


Damit ein Spritzer gelingt, braucht er allerdings mehr als nur irgendeinen Wein. Die Basis muss trocken, frisch und aromatisch sein. Sorten wie Grüner Veltliner, Riesling oder Weißburgunder eignen sich ideal, weil sie genug Charakter mitbringen, ohne den Spritzer zu dominieren. Selbst der Wiener Gemischte Satz, mit seinen mindestens drei gemeinsam geernteten Rebsorten, ist ein wunderbarer Partner, solange er trocken ausgebaut ist. Was nicht funktioniert, sind süße oder barriquegeprägte Weine; sie nehmen dem Spritzer jene Leichtigkeit, die ihn so unverwechselbar macht.


© Unsplash
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Mindestens genauso entscheidend ist das Wasser. Ein Spritzer lebt vom Prickeln. Sein Name stammt vom „Spritzen“ des Sodawassers in den Wein. Ohne ordentliches Soda verliert der Spritzer seine Seele. Kohlensäurearmes Mineralwasser, abgestandenes Soda oder gar Leitungswasser? Undenkbar. Nur ein stark perlendes, eiskaltes Sodawasser verleiht dem Wein jene Frische, die ihn zum G’spritzten erhebt. Die Perlage macht die Aromatik wach, hebt die Zitrusnoten an und sorgt für die knackige Textur, die den ersten Schluck so typisch macht.


Und damit kommen wir zu einer Art stiller Spritzer-Etikette, die in Wien jeder kennt, auch wenn sie niemand aufschreibt: Der Wein darf kühl, aber nicht eiskalt sein, das Soda muss zischen, das Glas sollte schlicht sein – kein Schnickschnack, keine Stielgläser. Und das Mischverhältnis? Bei einem klassischen Weißen Spritzer halb Wein, halb Soda. Nur so bleibt die Balance gewahrt, die den Spritzer zu dem macht, was er ist – ein Getränk, das man fast nebenbei trinkt und trotzdem nie vergisst.


Der Mitzitant-Spritzer – Wiener Leichtigkeit im Wirtshausglas


Bei der Mitzitant weiß man genau, welche Rolle der Spritzer in einem Wirtshaus spielt. Deshalb gibt es hier einen eigenen Mitzitant-Spritzer – ein Getränk, das den Charakter des Hauses widerspiegelt: warmherzig, bodenständig, freundlich, aber immer mit einem Hauch Eleganz.


 
 
 

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