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Heringsschmaus in Wien: Tradition am Aschermittwoch

  • 16. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Der Heringsschmaus steht für gemeinsames Genießen nach der Faschingszeit und für eine kulinarische Tradition, die sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt hat. Auch bei der Mitzitant wird der Heringsschmaus heuer wieder serviert – Anlass genug, einen genaueren Blick auf seine Herkunft zu werfen. Denn zwischen religiösem Brauchtum und modernem Genuss hat sich der Heringsschmaus einen festen Platz in der österreichischen Esskultur bewahrt und wird bis heute jedes Jahr aufs Neue zelebriert.



Was man unter Heringsschmaus versteht


Traditionell wird der Heringsschmaus am Aschermittwoch serviert und markiert den kulinarischen Beginn der Fastenzeit. Seinen Namen verdankt er dem Hering, der aufgrund seiner guten Haltbarkeit und Verfügbarkeit schon früh eine zentrale Rolle in der Fastenküche spielte. Da an diesem Tag auf Fleisch verzichtet wurde, galt Fisch als erlaubte und geschätzte Alternative. Im Laufe der Zeit hat sich der Heringsschmaus deutlich weiterentwickelt. Heute umfasst er eine breite Auswahl an Fisch- und Meeresfrüchtespezialitäten, ergänzt durch Salate, Marinaden und klassische Beilagen. Der ursprüngliche Gedanke der Einfachheit ist geblieben, wurde jedoch durch Vielfalt und Qualität ergänzt – angepasst an moderne Essgewohnheiten und kulinarische Ansprüche.



Die Geschichte des Heringsschmaus


Der Ursprung des Heringsschmaus liegt, wie so vieles, im christlichen Brauchtum. Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit vor Ostern, in der traditionell auf Fleisch verzichtet wurde. Fisch galt als geeignete Speise: nahrhaft, gut haltbar und auch im Binnenland verfügbar. Besonders der Hering spielte dabei eine zentrale Rolle, da er durch Salzen oder Einlegen lange konserviert werden konnte.

Bereits im Mittelalter war der Hering ein wichtiger Handelsfisch. Über Handelsrouten gelangte er bis in den Alpenraum und wurde fester Bestandteil der Fastenküche. Aus der praktischen Notwendigkeit entwickelte sich mit der Zeit ein festes Ritual: der gemeinsame Fischgenuss zu Beginn der Fastenzeit. Vor allem in Wien wandelte sich der Heringsschmaus im Laufe der Jahrhunderte zu einem gesellschaftlichen Ereignis. Nach den ausgelassenen Wochen des Faschings traf man sich im Wirtshaus, um gemeinsam zu essen, Gespräche zu führen und bewusst einen ruhigeren Abschnitt im Jahreslauf einzuläuten.


Klassische Speisen beim Heringsschmaus


Auch wenn moderne Varianten heute vielfältig sind, gehören einige Speisen traditionell zum Heringsschmaus. Dazu zählen eingelegte Heringe in Essig, Öl oder Sauerrahm, Heringssalate mit Erdäpfeln, Zwiebeln oder Äpfeln sowie Rollmöpse und marinierte Fischfilets. Ergänzt wird das Angebot häufig durch geräucherten Fisch, Brot, Erdäpfel und einfache Aufstriche. Im Wirtshaus liegt der Fokus dabei meist auf klaren Aromen und ehrlicher Zubereitung. Der Fisch steht im Mittelpunkt, begleitet von Beilagen, die nicht dominieren, sondern ergänzen.


Heute ist der Heringsschmaus weniger ein Zeichen des Verzichts als vielmehr ein bewusster Genussmoment. Viele Betriebe interpretieren ihn zeitgemäß, setzen auf hochwertige Zutaten, regionale Fischarten und abwechslungsreiche Zubereitungen. Neben klassischen Rezepten finden sich oft auch leichtere oder vegetarische Alternativen.


Warum der Heringsschmaus ins Wirtshaus gehört


Gerade im Wirtshaus entfaltet der Heringsschmaus seine besondere Wirkung. Die ungezwungene Atmosphäre, das gemeinsame Essen und die Nähe zur Tradition machen ihn zu einem authentischen Erlebnis. Hier geht es nicht um große Inszenierung, sondern um Qualität, Handwerk und das Miteinander am Tisch.

Auch bei der Mitzitant wird diese Tradition gepflegt – mit Respekt vor ihrer Herkunft und einem klaren Fokus auf Genuss. Der Heringsschmaus passt damit ideal ins Wirtshaus: bodenständig, gemeinschaftlich und zeitlos.

 


 
 
 

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