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Das perfekte Gröstl – warum weniger Zutaten oft mehr Geschmack bringen

Ein Gröstl ist kein Gericht für große Inszenierung. Es lebt von einfachen Zutaten, guter Zubereitung und dem richtigen Gespür fürs Timing. Gerade deshalb gehört es zu jenen Klassikern, bei denen kleine Details den Unterschied machen. Im Wirtshaus war das Gröstl immer schon ein Gericht für alle Fälle: Resteverwertung, Stärkung nach einem langen Tag oder einfach eine ehrliche Mahlzeit ohne Umwege.


eine Portion Gröstl mit Salat als Beilage, typische Hausmannskost

Was ein gutes Gröstl ausmacht


Ein gelungenes Gröstl braucht vor allem eines: Balance.Knusprige Erdäpfel, saftiges Fleisch oder Gemüse, Röstaromen – aber nichts darf dominieren.


Wichtig ist:

·      gleichmäßige Hitze

·      Geduld beim Anrösten

·      Zurückhaltung bei den Gewürzen


Denn der Geschmack kommt nicht aus der Menge, sondern aus dem Zusammenspiel.


Für das perfekte Gröstl (2 Portionen) brauchst du:

·      500 g festkochende Erdäpfel (gekocht, ideal vom Vortag)

·      150–200 g gekochtes Fleisch, Bratenreste oder Gemüse (z. B. Pilze, Zwiebeln, Kraut)

·      1 mittelgroße Zwiebel

·      Butter oder Butterschmalz

·      Salz

·      Pfeffer

·      optional: Majoran oder Kümmel

·      frische Petersilie

·      Optional, aber klassisch: 2 Eier für Spiegeleier obendrauf


Zubereitung


1. Erdäpfel vorbereiten

Die gekochten Erdäpfel schälen und in Scheiben schneiden. Nicht zu dünn – sie sollen beim Braten Struktur behalten.


2. Pfanne erhitzen

Eine schwere Pfanne (ideal: Eisen oder Gusseisen) kräftig erhitzen. Butter oder Butterschmalz hineingeben.


3. Erdäpfel anrösten

Die Erdäpfel in die Pfanne geben und zunächst in Ruhe lassen. Erst wenden, wenn sich eine goldbraune Kruste gebildet hat. Geduld zahlt sich hier aus.


4. Zwiebeln und Fleisch/Gemüse zugeben

Zwiebeln fein schneiden, zum Gröstl geben und glasig bis leicht bräunlich rösten. Danach Fleisch oder Gemüse unterheben.


5. Würzen

Mit Salz, Pfeffer und – wenn gewünscht – einer Prise Majoran oder Kümmel abschmecken. Nicht überwürzen.


6. Abschluss

Alles nochmals kurz durchschwenken, bis Röstaromen entstanden sind und das Gröstl saftig, aber nicht fettig ist.


7. Servieren

Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen. Wer mag, setzt ein Spiegelei obenauf – das Eigelb verbindet alles noch einmal.

 

So einfach geht´s und der Genuss ist riesig, oder wie die Mitzitant sagt: „Ein guates Gröstl heilt alle Wunden.“

 
 
 
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